Lars Dietrich
neuer Geschäftsführer
Nachfolge bei EHS Kunststoffverarbeitung gesichert
Das Thema Nachfolgeregelung bereitet derzeit Verantwortlichen in der Wirtschaft sorge. Berechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn ( IfM ) gehen davon aus, dass rund 88.000 Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zur Übernahme anstehen. Ungeklärt sei die Nachfolge in schätzungsweise 20.000 Firmen. Zu den Übernahmekandidaten zählte auch die Firma EHS Kunststoffverarbeitung in Meinerzhagen. Mit Lars Dietrich, der seit dem 1. Januar geschäftsführender Gesellschafter ist, wird ein jüngerer Verantwortung für den Standort und die zehn Mitarbeiter tragen.
Ausreichend Produktionsmöglichkeiten vorhanden
Mit 18 Arburg-Spritzgießmaschinen ( bis 80 Tonnen Schließkraft ) verfügt EHS über ausreichend Produktionsmöglichkeiten. Kunststoffteile mit einem Gesamtgewicht von 0,4 bis 120 g entstehen täglich in der Firma am Rottland. Die Elektro- und Automobilzulieferindustrie sowie die Medizintechnik sind die Branchen, in denen Produkte aus EHS-Fertigung zum Einsatz kommen.
Der Umweltgedanke spielt eine große Rolle
Nachgefragt, in welchen Bereichen der neue Geschäftsführer die Stärke seines Unternehmens sehe, kam spontan die Antwort: "Wir sind äußerst flexibel. Daher sind wir in der Lage, Kleinstmengen zu spritzen." Daneben führt das Unternehmen aber genauso eine Bemusterung für neue Produkte durch. Weitere Standbeine werden das Zwei-Komponenten-Spritzen sowie das Produzieren in sogenannten Reinräumen sein. Erweiterungsmöglichkeiten sind am derzeitigen Standort vorhanden.
Das Unternehmen ist bereits nach ISO 9002:1994 zertifiziert. Im Moment beschäftigt sich Dietrich mit der Neuzertifizierung nach ISO 9001:2002 und dem Umweltzertifikat ISO 14001. "Für mich spielt der Umweltgedanke ein große Rolle."
Lars Dietrich, der als technischer Kaufmann und Logistiker über eine jahrelange Erfahrung in leitenden Positionen verfügt, blickt optimistisch in die Zukunft. "Wir legen beispielsweise großen Wert darauf, dass wir im heimischen Raum unsere Produkte und Dienstleistungen einkaufen", hat für den 40-jährigen der Netzwerkgedanke eine wichtige Funktion. Unterstützung habe er schon durch die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen erfahren, die ihn auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt habe. Wichtig sei es künftig, als Unternehmer einfach einmal beim Nachbarn anzuklingeln und sich auszutauschen.
Pressebericht vom Juli 2003
K-Zeitung
SIHK Zeitung